Werkstattbindung bei der Kfz Versicherung

Was ist eine Partner-Werkstattbindung?



Viele Versicherungsgesellschaften bieten Ihren Kunden eine sogenannte Werkstattbindung im Kaskobereich der Kfz Versicherung an. In einem Schadenfall verzichten Sie sozusagen auf Ihre freie Werkstattwahl und verpflichten sich  Ihr Fahrzeug in einer Partnerwerkstatt Ihrer Kfz Versicherung reparieren zu lassen.
Die Partnerwerkstätten sind alle Tüv- und/oder Dekra geprüft und absolute Fachwerkstätten.
Die Versicherungsgesellschaften bieten, bei Abschluß einer Werkstattbindung, Rabatte von 20 – 30 Prozent in der Kaskoversicherung. Zudem sind meist noch weitere Sonderleistungen mit einbegriffen. Dies können z.B wie folgt aussehen:

  • Abhol- und Bringservice
  • Ersatzfahrzeug für die Dauer des Werkstattaufenthalts
  • Transportkostenübernahme vom Unfallort zur Werkstatt

Für wen lohnt sich eine Werkstattbindung?

Eine Werkstattbindung in der Autoversicherung  lohnt sich fast für jeden der sich ein Auto kauft, wenn dieses nicht fremdfinanziert ist. Auch bei Neufahrzeugen lohnt sich ein Tarif mit Werkastattbindung, auch wenn eine herstellergebundene Garantie des Vertragshändlers vorhanden ist. Der überwiegenden Teil der Versicherungsgesellschaften garantiert in den allgemeinen Geschäftsbedingungen, das ein Verlust der herstellergebunden Garantie ausgeschlossen ist. Sie sollten aber in jedem Fall darauf achten das bei Neufahrzeugen nur Original Ersatzeile eingebaut werden.  So kann man späterer Nutzung der Herstellergarantie, Probleme mit der Vertragswerkstatt aus dem Weg gehen.

Für wen ist eine Werkstattbindung nicht sinnvoll?

Eine Kfz Versicherung mit Werkstattbindung ist bei Leasingfahrzeugen und Fahrzeugen die über eine Bank finanziert nicht zu empfehlen. In der Regel sind nämlich in den Leasing- und Kreditverträgen schon festgelegt das Reparaturen nur in Werkstätten durchgeführt werden dürfen die vom Hersteller autorisiert sind. Wenn Sie nun eine Autoversicherung mit Werkstattbindung abschließen, dann dürfen Sie nur Partnerwerkstätten der Versicherung aufsuchen. Wenn Sie diesen tun, dann verstoßen Sie gegen Ihren Leasing – oder Kreditvertrag. Dies kann unter Umständen eine fristlose Kündigung des Vertrags zur folge haben.

Ist die Partnerwerkstatt der Kfz Versicherung auch gleichzeitig eine autorisierte Werkstatt des Herstellers, so dürften meiner Ansicht nach keine Probleme entstehen. Dieses sollte auf jeden Fall im Vorraus genau geprüft werden! Eine Werkstattbindung kann in diesem bestimmten Fall Sinn machen.

3 comments… add one

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  • Andreas 25. September 2009, 07:04

    „Ein Rostschaden aus einer Garantie hat nichts mit der Partnerwerkstatt zu tun.“

    Doch, der Rostschaden hat dann was damit zu tun, wenn der Hersteller die Garantieleistung ablehnt, weil ein anderer Karosserieschaden nicht in einer herstellergebundenen Werkstatt repariert worden. Das kürzlich ergangene BGH-Urteil ist insoweit eindeutig.

    Wer kommt jetzt für diesen Garantieverlust auf? Werkstatt oder Versicherung? Ich habe bisher noch nicht erlebt, dass die Versicherung dafür aufgekommen wäre, wohl habe ich aber erlebt, dass die Garantieansprüche erloschen sind.

    Und bei Garantie gegen Durchrostung von bis zu 30 Jahren (oder „lebenslang“ wie tw. bei Mercedes), kann sowas durchaus zum Problem werden.

    Grüße

    Andreas

  • Holger 24. September 2009, 21:09

    Bei Abschluß einer Werkstattbindung, sollte wie im Artikel beschrieben, sichergestellt werden das die Versicherungsgesellschaften auch tatsächlich den Verlust der herstellergebundenen Garantie ausschließen! Es bedeutet nicht das die Partnerwerkstätten der Versicherungen für Garantieansprüche des Herstellers aufkommen. Garantieleistungen sind selbstverständlich vom Hersteller und dessen Werkstätten zu regulieren. Dies ist aber aus meinen Artikel deutlich hervorgegangen.
    Ein Rostschaden aus einer Garantie hat nichts mit der Partnerwerkstatt zu tun. Die Partnerwerkstatt repariert Schäden die durch Unfall etc entstanden sind und von der Versicherungsgesellschaft, im Rahmen des Leistungsumfangs, bezahlt werden müssen.

    Mfg

  • Andreas 24. September 2009, 11:45

    Dem Artikel muss ich in wesentlichen Teilen widersprechen. Die Versicherung bzw. deren Partnerwerkstatt springen nämlich keinesfalls für die gesamte Herstellergarabtie ein!

    Die Werkstatt würde auch kaum für einen Rostplacken hinten links gerade stehen, wenn der rechte Kotflügel getauscht wurde…

    Dazu kommen wesentliche weitere Probleme: wer kann denn als Laie überprüfen, ob die Partnerwerkstatt sauber gearbeitet? Bei meiner eigenen Vertrauenswerkstatt kann ich das zwar auch nicht, aber ich habe einen guten Draht zu dieser Werkstatt.

    Welche Mehrkosten entstehen bei Reklamationen? Die Vertrauensbetriebe sind oftmals zig Kilometer weit weg. Bei einer Reklamation muss ich dahin fahren (Zeit- und Kostenaufwand).

    Neuwertige Fahrzeug erleiden oftmals einen höheren Wertverlust aus einem Unfall, wenn dieser nicht in einer Vertragswerkstatt repariert wird.

    Und ein Kunde sollte sich immer fragen weshalb eine Versicherung Rabatte von teilweise mehr als 30% bekommt (unter Berücksichtigung aller Zusatzleistungen tw. bsi zu 50%) und der Privatmann zahlt so viel mehr. Wir die günstigere Reparatur vielleicht schneller ausgeführt oder wird bei der teureren Reparatur zuviel verlangt?

    Viele Grüße

    Andreas

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